14.11.2010, von Peter Boll OB

...und es geht schon wieder los.

Nachdem die Wasserschaden/Pumpengruppe gerade wieder ihre Sachen einsatzbereit gemacht hatte erreichte den OV Gladbeck/Dorsten der nächste Unterstützungsanruf. Diesmal war es die Stadt Hattingen welche weitere Hilfe durch unsere leistungsstarken Pumpen bedurfte.

Der überfüllte Wassergraben

Eine der besterhaltenen Burgen des Ruhrtals liegt unweit des Kemnader Sees - die Wasserburg Haus Kemnade. Die Burg beheimatet heute eine bedeutende Sammlung von Musikinstrumenten und eine Ostasiatika-Austellung. Ein Bauernmuseum informiert über das bäuerliche Leben im 18. und 19. Jahrundert. Dieses alte Anwesen wurde der zusätzlichen Wassermassen der letzten Stunden nicht mehr her. Somit waren wir wieder gefragt die Kellergewölbe der Burg trocken zu halten. Der Wasserstand der die Wasserburg umgebenden Gräfte war rasant angestiegen. Die Pumpen der freiwilligen Feuerwehr Hattingen und der Kameraden des THW OV Hattingen konnten diese Wassermassen nicht effektiv bekämpfen. In einem gemeinsamen Einsatz der OV Hattingen (Zugtrupp, Bergungsgruppe 1 und Bergungsgruppe 2), OV Wetter ( Bergungsgruppe 2), OV Gladbeck/Dorsten (Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen und Zugtrupp) und FFW Hattingen ( Löschgruppe und ELW) konnte am Abend nach dem Einsatz von 8 Tauchpumpen mit einer Förderleistung von 800- 3000l/min, der Hanniball Großpumpe 5000l/min einer elektrischen Kreiselpumpe 3000l/min, sowie einer Membranpumpe 1000l/min der Wasserstand des Wassergrabens um einen halben Meter gesenkt werden. Das Wasser wurde in den direkt neben der Wasserburg liegenden Altarm der Ruhr abgeleitet. Nachdem gegen 22:30 Uhr der Einsatzleiter nach Absprache mit dem Pächter der Wasserburg den Wasserstand als unkritisch eingestuft hatte konnte das umfangreiche Pumpenmaterial zurückgebaut und gegen 00:00Uhr die Rückfahrt in die Standorte angetreten werden. Noch in der Nacht wurde die Einsatzbereitschaft soweit wieder hergestellt das der Einsatz sofort wieder aufgenommen werden kann falls das Wasser im Wassergraben wieder bedrohlich ansteigt. Um 1:30 wurde dann der Einsatz abgeschlossen und die Heimfahrt angetreten.


  • Der überfüllte Wassergraben

  • Aufbau der Hanniball

  • Einsetzen der Tauchpumpen

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