Wesel, 13.11.2004, von Peter Boll, BÖH

Inhaltsreiches Ausbildungswochenende beim THW Gladbeck/Dorsten

Gladbeck / Dorsten / Wesel. Am Wochenende vom 12. - 13.11.04 führte der Ortsverband Gladbeck/Dorsten des THW (Technisches Hilfswerk) die diesjährige Herbstwochenendausbildung durch.

Aufgeteilt nach Gruppen und Einsatzschwerpunkten wurde der Ausbildungsinhalt der vorrangegangenen Ausbildungstage nun in die Tat umgesetzt und praktisch abgefragt. Nachdem sich der Freitagabend noch mit Nieselregen der Fachgruppe Beleuchtung als reale Einsatzbereicherung dargestellt hatte konnte es ja nur noch besser werden.

Am Samstagmorgen folgte dann die Wasserschaden/Pumpengruppe einer Einladung des Deichgräf des Deichverbandes Poll, Adolf Opgen-Rhein, auf die linksrheinische Seite bei Wesel. Dort konnten die noch offenen Fragen aus der Deichverteidigungsausbildung vor Ort beantwortet werden. Nach einer Vorstellung des Deichverbandes, des Deichstuhls und des Deichgräfs sowie deren Aufgaben wurden die verschiedenen Deichquerschnitte und Anwendungsgebiete im Deichbaubüro gezeigt und besprochen. Eine Ortsbegehung des rheinfernen Deichs auf der Bislicher Insel - welcher den Hochwasserschutz für rund 13.000 Menschen verbessert und eine Zusätzliche Überschwemmungsfläche von 1.100 Hektar mit einem Rückhaltevolumen von etwa 50 Millionen Kubikmetern darstellt - war ein weiterer Höhepunkt des Tages. Anhand von weiteren praktischen Beispielen wurde dann noch auf Gefahrenpunkten beim Hochwasserschutz eingegangen.

Zur gleichen Zeit setzten zwei andere Gruppen des 1. Technischen Zuges vom THW OV Gladbeck/Dorsten das vorher theoretisch über Sturmschadenbeseitigung gelernte in die Praxis um. Der Graf von Merveld hatte dem THW eine Gruppe umgestürzter Bäume in Lembeck zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt. Dabei handelte es sich um 6 verschiedengroße Bäume, die im Sommer durch eine Sturmböe umgestürzt waren und einen Feldweg blockierten. Besonderen Wert wurde bei dieser Ausbildungseinheit auf die Besonderheiten beim Umgang mit Holz, das unter mechanischer Spannung steht, sowie das Arbeiten mit der Seilwinde des GKW1 (Gerätekraftwagen)gelegt. Somit liefen dort die Motorsägen und die Seilwinden den ganzen Tag. Dies wurde nur durch eine Mittagspause unterbrochen in der Erbsensuppe aus der Feldküche gereicht wurde.

Auch die Grundausbildungsgruppe hatte sich einiges für das Wochenende vorgenommen und vertiefte die theoretische und praktische Ausbildung der THW Neueinsteiger. Haben Sie Interesse bekommen? Dann finden Sie weitere Info´s unter: www.THW-Gladbeck-Dorsten.de


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