Ausbildungswochenende in Hoya

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Hoya,

Drei Ortsverbände trainieren für den Ernstfall

29. Mai 2025 – Pünktlich um 9:00 Uhr machte sich unser Ortsverband auf den Weg ins niedersächsische Ausbildungszentrum (AZ) Hoya, um gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus Datteln und Wesel ein intensives Ausbildungswochenende zu absolvieren. Das Ziel: Die Fähigkeiten der verschiedenen Fachgruppen unter realitätsnahen Bedingungen zu festigen und zu erweitern.

30. Mai 2025 – Schon am ersten Tag wurde klar: Hier wird keine Zeit verschenkt. Während die Fachgruppen Notversorgung/Notinstandsetzung (FGr N), Wassergefahren (FGr W), Wasserschaden/Pumpen (FGr WP) und der Trupp Mobiler Hochwasserpegel (Tr MHP) am Wasserübungsplatz in Barme trainierten, übernahmen die Bergungsgruppen (B) auf dem Gelände des AZ Hoya eine intensive Stationsausbildung.

Am Wasser wurde fleißig gearbeitet: Floße wurden gebaut, mobile Pegel installiert und eine stabile Wasserförderstrecke eingerichtet. Zeitgleich widmeten sich die Bergungsgruppen praxisnahen Szenarien wie dem Arbeiten an und in Gleisanlagen, dem Abstützen und Aussteifen einsturzgefährdeter Strukturen sowie der Rettung von Personen aus Trümmerlagen.

31. Mai 2025 – Der zweite Tag startete mit einem simulierten Ernstfall – und das gleich an zwei Schauplätzen:

Szenario am Wasserübungsplatz: Ein havariertes Schiff mit Gefahrgut forderte die Einsatzkräfte heraus. Die FGr W aus Datteln rettete verunfallte Personen aus dem Wasser, während die FGr N auf das havarierte Schiff vordrang, um dort weitere Verletzte zu bergen. Die FGr WP kämpfte mit einem massiven Pumpeneinsatz gegen das drohende Sinken des Schiffs an, während der Tr MHP die Einsatzstelle absicherte und Pegelstände überwachte.

Szenario im Ausbildungszentrum: Ein Erdbeben hatte das Gelände des AZ Hoya erschüttert. Die drei Bergungsgruppen arbeiteten sich durch verschiedenste Schadenslagen: Personen in umgestürzten Waggons der Deutschen Bahn, eingeschlossene Verletzte in teileingestürzten Häusern und auf einem fiktiven Fabrikgelände – alles galt es unter Zeitdruck zu bewältigen.

Diese realitätsnahen Übungsszenarien forderten höchste Konzentration, technische Präzision und reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Einheiten. Nach einem erfolgreichen Übungstag folgte am Abend der wohlverdiente Ausklang am Grill – Gelegenheit zum kameradschaftlichen Austausch, zur Reflexion des Erlebten und zur Stärkung des Zusammenhalts über Ortsverbandsgrenzen hinweg.

01. Juni 2025 – Am Sonntag machten sich die Einheiten auf den Rückweg in ihre Unterkünfte – erschöpft, aber zufrieden. Mit im Gepäck: neue Erfahrungen, gestärkte Zusammenarbeit und ein wertvoller Trainingsvorsprung für künftige Einsatzlagen.

 

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