Fachgruppe Sprengen

Stößt die Leistungsfähigkeit technischer Geräte an ihre Grenzen oder verspricht deren Einsatz keinen Erfolg, kann moderne Sprengtechnik helfen, das Leben von Menschen und Tieren zu retten und Sachwerte zu erhalten.

Aufgabenfelder

Das Leistungsspektrum der Fachgruppe Sprengen weist eine Fülle von Anwendungsfällen auf. Es reicht vom Schneefeldsprengen zur Beseitigung einer Lawinengefahr bis hin zum Deichsprengen, um bei extremen Hochwasserlagen das angestaute Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Die Sprengexperten verfügen über die notwendigen Kenntnisse, unterspülte und verbogene Schienenstränge schnell und präzise zu trennen oder einsturzgefährdete Gebäude oder Bauwerksteile kontrolliert niederzulegen. 

 

Auch für die Feuerwehr ist die Fachgruppe Sprengen von Interesse:

 

Durch gezielte Sprengungen lassen sich beispielweise Waldbrände eindämmen. Die Fachgruppe ist außerdem in der Lage, bei Großbränden Rauchabzugsöffnungen zu sprengen oder Eindring- bzw. Löschöffnungen herzustellen.

 

Aufgaben der Fachgruppe Sprengen im einzelnen

  • Sprengungen von Bauwerken und Bauwerksteilen bei Einsturzgefahr, zur Schaffung von Zugängen und Zuwegungen oder zur Beräumung von Trümmern
  • Einbruchsprengungen zur Schaffung von Zugängen und Öffnungen in Bauwerken z. B. zur Rettung von Personen oder als Rauchabzug / Brandherd-Zugang zur Unterstützung der Feuerwehr
  • Holzsprengungen zum Trennen / Beseitigen von Holzkonstruktionen, Bäumen, Ästen, Windbruch, zur Räumung von Verkehrswegen u.a.m.
  • Sprengungen von Metallbauteilen zum Niederlegen und Trennen von Gittermasten, zum Trennen / Lösen von Stahlbauteilen, Schienen, Drahtseilen etc., zum Öffnen von Metall- und Druckbehältern
  • Gesteins- und Felssprengungen bei Erdrutsch, Felssturz oder -Gefahr, zur Materialgewinnung für den Bau von Behelfsstraßen /-wegen, Knäppersprengungen, etc.
  • Sprengungen am und im Wasser, insbesondere das Sprengen von Dämmen bzw. Deichen bei extremen Hochwasserlagen, Sprengungen von verkeiltem Treibgut vor Brücken und Einlässen, Unterwassersprengungen (in Zusammenarbeit mit geeigneten Tauchern)
  • Eissprengungen zum Auflösen von Eisflächen vor Bauwerken und zur Beseitigung von aufgestautem Eis zur Abwehr von Überflutungen
  • Schneefeldsprengungen zum Beseitigung von Lawinengefahren*)
  • Löschsprengungen zum Bekämpfen von Flächen- und Waldbränden zur Unterstützung der Feuerwehr. *)
  • Brunnensprengungen zur Trinkwasserversorgung und Brunnenregenerierung. *)
  • Kultursprengungen im Natur- und Umweltschutz, zur Anlage von Feuchtbiotopen, Stubbensprengungen
  • Sonstige Sprengarbeiten wie Mastloch- und Grabensprengungen u.v.a.m.
  •  Pyrotechnik zur Schadensdarstellung bei Übungen
  • Im Auslandseinsatz können alle vorgenannten Aufgaben übernommen werden.

 

*) Erfordert zusätzliche Ausstattung, Ausbildung und Vereinbarungen mit Bedarfsträgern / Anforderern.

© 2008 Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Ortsverband Gladbeck / Dorsten, Stand:  14.01.2009

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